Bundespräsident Gauck besucht Theodor-Heuss-Schule in Offenbach

Hessens Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner: „Bildung ist Voraussetzung für gelingende Integration – sie ist der Schlüssel zu persönlichem und beruflichem Erfolg“

Offenbach. Anlässlich des Besuchs von Bundespräsident Joachim Gauck an der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach nannte Hessens Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, die Stadt einen „bundesweiten Vorreiter für Integrationsarbeit“, die sich angesichts des höchsten Ausländer- und Migrantenanteil aller Großstädte in Deutschland dem Thema „annehmen musste wie kaum eine andere Stadt“ und daher „viel Erfahrung in Punkto erfolgreicher Integrationsarbeit“ vorweisen könne. „Es hat eine hohe Symbolwirkung, wenn Bundespräsident Joachim Gauck nach Offenbach kommt, um mit den Schülerinnen und Schülern hier zu diskutieren, was getan werden muss, damit Integration gelingen kann, welche Konflikte es gibt, welche Chancen die Vielfalt der Nationen bietet und viele Themen mehr“, so Grüttner. Etwa die Hälfte der 120.000 Einwohner Offenbachs besitzt ausländische Wurzeln.  

„Es ist unstreitig, dass Bildung der Motor für eine gelingende Integration ist – zunächst hier in die Schulgemeinde und dann auch in die Gesellschaft. Sie ist der Schlüssel zu persönlichem und beruflichem Erfolg. Daher haben wir uns als Landesregierung das Ziel gesetzt, einen optimalen Zugang zur Bildungssprache zu schaffen und damit die Integration nachhaltig zu fördern und zu forcieren. Unser Leitmotiv dabei ist: ‚Integration gemeinsam meistern – Zusammenhalt stärken‘“, betonte der Hessische Staatsminister.

„Ich freue mich heute hier an der Theodor-Heuss-Schule (THS) zu sein und einen Einblick in die überaus wichtige Arbeit der Schulgemeinde zu bekommen sowie mit den Schülerinnen und Schülern weiterer Schulen gemeinsam mit dem Bundespräsidenten zu diskutieren“, sagte Minister Grüttner. „Bei gelingender Integration ist Zuwanderung auch eine Chance zur Fachkräftesicherung und ein Beitrag zur Abmilderung demografischer Folgen“, so Grüttner.

 

Die Theodor-Heuss-Schule (THS) blickt auf eine fast 30-jährige Tradition bei der Beschulung von Seiteneinsteigern, Migranten und Flüchtlingen zurück. Als die Berufliche Schule für Wirtschaft und Gesundheit der Stadt Offenbach am Main mit ca. 2.100 Schülerinnen und Schülern sind an der Schule ca. 70 Nationen und 64 Sprachen vertreten. Dabei haben etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine ausländische Staatsbürgerschaft und viele mit deutscher Staatsbürgerschaft einen Migrationshintergrund. Die Schule bietet zahlreiche passgenaue Angebote wie Migrationsberatung für Schüler und Eltern, der Schulalltag ist geprägt von Projekten, die im Zeichen der Integration stehen und von Deutschförderung. Seit letztem Jahr ist an der Schule das Programm "Integration durch Anschluss und Abschluss" (InteA) des Landes Hessens mit vier Differenzierungs-Klassen für 73 Schülerinnen und Schüler eingeführt. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration investiert in das Programm im Haushaltsjahr 2016 unter anderem rund eine Million Euro, aus denen 25,8 Migrations-und Sozialpädagogikstellen im Rahmen von InteA finanziert werden.

 

„Ich bin sehr beeindruckt, mit welchem Engagement alles dafür getan wird, dass diese Jugendlichen hier nicht nur die deutsche Sprache lernen, sondern auch integraler Bestandteil der Schulgemeinde und in damit unserer Gesellschaft werden“, sagte der Minister.

 

Grüttner unterstrich insbesondere die Bedeutung der Bildungs- und Sprachförderung für Kinder und Familien überwiegend mit Migrationshintergrund. Die hohen Flüchtlingszahlen und damit die Zuwanderung vieler Kinder und Jugendlicher, die zunächst einmal Sprachbarrieren zu bewältigen hätten, stellten eine besondere Herausforderung an die Gesellschaft dar. „Die Hessische Landesregierung stellt sich dieser Herausforderung, indem sie schwerpunktmäßig Sprachförderung beginnend vom Kindergartenalter, über die Intensivklassen an den allgemeinbildenden Schulen bis zu den InteA-Klassen an beruflichen Schulen unterstützt. Diese Schülerinnen und Schüler von heute sind die Mitbürgerinnen und Mitbürger und auch Fachkräfte von morgen“, so Grüttner abschließend.

 

Pressereferat

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Dostojewskistraße 4
65187 Wiesbaden

 

Tel: (0611) 817-34 08

Fax: 0611 / 32719-4666

E-Mail: presse@hsm.hessen.de

Nach oben