Inklusion beim 15. Triathlon in Rodgau

Sozialminister Stefan Grüttner: „Hier wird das selbstverständliche Miteinander groß geschrieben – Sport verbindet die Menschen auf besondere Weise!“

Wiesbaden/Rodgau. Anlässlich des 15. Triathlon in Rodgau, den der  TSV Dudenhofen auch in diesem Jahr am Sonntag veranstaltet hat, sagte Hessens Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner:  „Die Veranstaltung zeigt einmal mehr, dass Sport es vermag, Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen. Ich freue mich, wenn Sportvereine ihre Veranstaltungen für Menschen mit Behinderungen und mögliche Sonderbedarfe öffnen und somit ein gemeinsames Miteinander ermöglichen.“ Neben den Hessischen Meisterschaften über die Olympische Distanz waren auch zahlreiche Freizeitsportler auf der Strecke. Darunter wie in den vergangenen Jahren zahlreiche Starterinnen und Starter der Bundesweiten Selbsthilfegruppe für Neurofibromatose Typ 2 (NF2) Betroffene, die sich von den vielfältigen Behinderungen, die aufgrund der sehr seltenen Erkrankung entstehen, nicht davon abhalten ließen, am Wettkampf teilzunehmen.

Der Triathlon in Rodgau sei dabei ein besonderes Beispiel, weil dieser nicht nur offen ist für alle Sportlerinnen und Sportler, sondern weil er aktiv Menschen mit Behinderungen bei der Teilnahme an der Veranstaltung unterstützt. So durften auch in diesem Jahr die insgesamt fünf Staffeln und drei Einzelstarter, die für die NF2-Selbsthilfegruppe und ihr Projekt „www.nf2run.de - Wir helfen Tumorkranken“ an den Start gingen, kostenlos starten. Grüttner betonte in diesem Kontext:  „Das Engagement der TSV Dudenhofen ist beispielhaft. Es schafft eine Win-Win Situation für alle Beteiligten, denn die Teilnahme der NF2-Selbsthilfegruppe mit ihrem positiven Willen und der Leidenschaft am Sport ist längst eine Bereicherung für die Veranstaltung geworden, sodass die leuchtend grünen Trikots der Initiative nur noch schwerlich wegzudenken sind. Inklusion im Sport ist nicht nur möglich, sie tut ihm gut.“

 

Für das Team von NF2run war die Veranstaltung erneut ein großer Erfolg. Alle Staffeln und Starter sind gut und mit sehr respektablen Zeiten ins Ziel gekommen. Sozialminister Grüttner lobte die Athletinnen und Athleten: „Wir haben heute wieder einmal gesehen, dass Höchstleistungen sich nicht immer an Platzierungen festmachen lassen. Viele Menschen sind heute an ihre sportlichen Grenzen gegangen und dabei sollte der Blick nicht nur auf jene auf dem Treppchen und mit den Pokalen in der Hand gehen, sondern vielmehr auch den Menschen Respekt zollen, die sich von Ihrer Beeinträchtigung nicht an ihrer Begeisterung für den Sport hindern lassen und ganz persönliche Höchstleistungen vollbringen.“ 

 

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, so der Minister weiter, fördere nicht erst seit dem Tag der Menschen mit Behinderungen 2015 mit dem Schwerpunkt „Sport und Inklusion“ den inklusiven Sport. Das Thema sei auch bereits im Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2012 aufgegriffen und in der Fortschreibung 2016 weiterentwickelt worden. „Wir werden das Thema Sport und Inklusion auch weiter befördern. Nicht zuletzt im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne ´Inklusion erleben!´ im Rahmen derer 2017 eine inklusive Sportveranstaltung ausgerichtet werden wird.

 

Weitere Informationen zur Öffentlichkeitskampagne finden Sie unter www.brk-hessen.de oder auf dem Facebook-Auftritt zur Öffentlichkeitskampagne unter www.facebook.com/InklusionErleben/. Zudem erreichen Sie das zuständige Referat über das E-Mail Postfach un-brk@hsm.hessen.de oder unter 0611 – 817 2365.

Die Initiative NF2run.de ermöglicht über den Blog auf der Webseite Einblicke über ganz persönliche Werdegänge der einzelnen Sportler und zeigt damit, wie unterschiedlich die Voraussetzungen bei den Menschen sein können, die bei einer solchen Veranstaltung gemeinsam an die Startlinie gehen.

 

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